Kunst ist

zur Nacht der Kunst

Die Nacht der Kunst fin­det zum 12. Mal auf der Georg-Schu­mann-Str. und an­gren­zen­den Stra­ßen statt. Vom Chaus­see­haus bis zum Wah­re­ner Rat­haus wird Kunst in leer­ste­hen­den Ob­jek­ten, in Büros, Läden, Cafés, Hinter­hö­fen und auf der Stra­ße aus­ge­stellt.

Orte:  siehe nach­fol­gen­de Künst­ler-In­for­ma­tio­nen
Dauer: 04.09.2021 | 16:00 - 24:00 Uhr

Geschöpfe-der-Nacht

Gerd Bek­ker - Ge­schöp­fe der Nacht - Ma­le­rei & Skulp­tu­ren

zur Nacht der Kunst im


Kal­len­bach
Goh­li­ser Str. 20
04155 Leip­zig

Kopfschmuck
Kopfschmuck von Heike Kitzinger

Heike Kit­zin­ger

zur Nacht der Kunst im


TURM-Ate­lier
Lüt­zowstr. 34
04155 Leip­zig

1900
> 1900 < von Ingolf Riemer

In­golf Rie­mer

zur Nacht der Kunst im


Ate­lier Rie­mer
Blu­men­str. 53
04155 Leip­zig

Frisch Planiert
>Frisch Planiert< von Michael Schreckenberger

Mi­cha­el Schre­cken­ber­ger

KONSTRUKT FREIRAUM

Früh­jahr 2020. Lock­down. Um­den­ken für den Leip­zi­ger Künst­ler Mi­cha­el Schre­cken­ber­ger. Zwar nicht zwangs­läu­fig, je­doch rückt mit der vor­über­ge­hend ge­schlos­se­nen Ga­le­rie am Brühl für ihn zu­nächst auch die
Ar­beit im Ate­lier in den Hin­ter­grund. Er setzt Prio­ri­tä­ten, wid­met sich dem, was geht: den Auf­trags­ar­bei­ten, der Fassa­den­ge­stal­tung an der fri­schen Luft. Er schafft Raum für sich und seine Kunst. 

Die the­ma­ti­sche Aus­rich­tung sei­ner neues­ten Ma­le­rei­en ver­wun­dert so nicht. Schließ­lich sind wir in den letz­ten Mo­na­ten sehr sen­si­bel für un­se­re in­di­vi­du­el­len Frei­räu­me ge­wor­den. Ei­gent­lich set­zen wir sie ja vor­aus, sie er­schei­nen uns höchst plau­si­bel, wir ver­spü­ren ge­ra­de­zu ein An­recht auf sie. Ein­schrän­kung und Ent­zug hin­ge­gen ent­täu­schen, är­gern, schmer­zen, frus­trie­ren und füh­len sich un­schön an. Schre­cken­ber­ger spielt mit Frei­räu­men, bannt diese auf die Lein­wand – so pa­ra­dox dies auch klin­gen mag.

Auf be­grenz­tem Bildraum wird die Stim­mig­keit zwi­schen den durch­aus di­ver­sen Bild­ge­gen­stän­den dann zur Her­aus­for­de­rung. Er muss mit ge­stal­te­ri­schen Mit­teln nach­hel­fen, in Kom­po­si­ti­on zwän­gen. Das be­währ­te Ab­sperr­band hilft. Es zurrt aber nicht nur zu­sam­men, was ei­gent­lich nicht so recht pas­sen will. Er kon­fron­tiert be­wusst damit. Das Ab­sperr­band fei­er­te jüngst und un­wei­ger­lich Kon­junk­tur, ist uns un­an­ge­nehm ver­traut, da es in un­se­re Rea­li­tät ein­greift und Frei­räu­me um­ge­stal­ten oder gar neh­men kann.

Schre­cken­ber­ger for­dert ganz be­wusst Ab­stand ein. Schließ­lich ist es der Ab­stand zum Bild­ge­gen­stand, der ein Er­le­ben über­haupt er­mög­licht. Erst ein Zu­rück­tre­ten er­laubt es uns, Frei­räu­me als un­na­tür­lich wahr­zu­neh­men. Es ist der Per­spek­tiv­wech­sel, der sie ent­larvt, sie bald ab­surd und egois­tisch er­schei­nen lässt.

Seine Aus­s­tel­lung zur Nacht der Kunst ist die erste Ein­zelaus­stel­lung in die­sem Jahr. Es wird vor allem Ma­le­rei zu sehen sein: fan­tas­tisch, rea­lis­tisch und 100% zeit­ge­mäß.

Die Aus­s­tel­lung wird durch­gän­gig be­treut. Mi­cha­el wird ab 20:00 Uhr vor Ort sein.

Bud­de­haus | Mu­sik­zim­mer
Lüt­zowstr. 19
04155 Leip­zig